Seit 150 Jahren gibt es den Apparat mit dem das Fernsprechen möglich ist. Das Telefon ist aus unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Kurz und schnell Informationen austauschen oder lang und ausgiebig „telefonieren“. Wem haben wir diese Möglichkeiten zu verdanken?
Wir schreiben das Jahr 1861. Es war der 26. Oktober, an dem ein deutscher Physiker und Erfinder vor zahlreichen Mitgliedern des Physikalischen Vereins in Frankfurt vortrat, um seinen Vortrag mit dem Titel „Über die Fortpflanzung von Tönen auf beliebige Entfernungen durch Vermittlung des galvanischen Stroms“ zu präsentieren. Johann Philipp Reis, so der Name des Erfinders, führte einen Prototyp seines Fernsprechers erstmals öffentlich vor. Er übertrug Musik und Gesang über Drähte von einem etwa hundert Meter entfernten Gebäude zum Vortragssaal.
Johann Philipp Reis entwickelte das erste funktionierende Gerät zur Übertragung von Tönen mit Hilfe von elektrischen Leitungen. Dadurch gilt er als zentraler Wegbereiter für das „Telephon“, so wie Reis seinen Apparat 1861 nannte.
Doch die erhoffte wissenschaftliche Anerkennung blieb ihm aus. Die Zeit schien noch nicht reif für das Telefon. Vielleicht auch, weil die Telegrafie, ein anderes neues interessantes Kommunikationsmittel im gleichen Zeitraum die Welt eroberte.
