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20.02.2026

Tipps für mehr Internetsicherheit: Passwörter, WLAN und Phishing erkennen

Ob Online-Banking, Streaming oder Homeoffice, unser Alltag ist digital. Doch wie sicher fühlen sich die Magdeburgerinnen und Magdeburger im Netz? Rund um den „Ändere-dein-Passwort“-Tag am 01. Februar und den Safer Internet Day am 02. Februar hat MDCC nachgefragt– direkt auf der Straße, mitten in Magdeburg.

Die Antworten waren unterschiedlich: Von „ein Passwort für alles“ über „leicht variiert“ bis hin zu Passwortmanagern. Zwei-Faktor-Authentifizierung wird meist genutzt, wenn sie erforderlich ist. Auch das WLAN-Passwort wird nicht immer regelmäßig geändert. Andere nutzen Passwortmanager oder gesicherte Dateien auf dem Handy. 

Fazit: Viele wissen, dass Sicherheit wichtig ist, aber nicht immer, wie und warum sie ihre Accounts effektiv schützen können.

Unterschiedliche Strategien bei Passwörtern

Unterschiedliche Strategien bei Passwörtern

"Ich wechsle mein Passwort für gewöhnlich nach einer Trennung, weil mein Ex-Partner das Passwort kennt.“

[Passantin bei Straßenumfrage in Magdeburg]

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Gut geschützt im Netz – mit Klarheit und Kompetenz

Viele Menschen merken gar nicht, wie schnell Daten abgegriffen werden können – sei es durch Phishing-Mails, unsichere WLAN-Verbindungen oder lange Passwörter, die schon seit Jahren unverändert sind. Auch KI-generierte Inhalte und Fake News erschweren die Orientierung. Vertrauen entsteht nur, wenn man klare Informationen bekommt, Abläufe nachvollziehbar sind und man verlässliche Ansprechpartner hat. 

MDCC unterstützt genau hier: Wir sorgen für schnelle und sichere Internetverbindungen, geben praktische Tipps und stehen in Magdeburg persönlich für Fragen rund um die digitale Sicherheit bereit.

Passwörter richtig sichern

Früher hieß es: Alle 90 Tage Passwort wechseln.
Heute empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik einen anderen Ansatz: ein starkes, einzigartiges Passwort verwenden und zusätzlich die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.

So wird das Risiko deutlich reduziert, dass Unbefugte Zugriff auf persönliche oder geschäftliche Daten erhalten. Besonders sinnvoll ist außerdem die Nutzung eines Passwort-Managers, um komplexe Zugangsdaten sicher zu speichern und für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu verwenden.
Tipps:
  • Lange Passphrasen statt kurzer Wörter
  • Keine persönlichen Daten
  • Für jeden Dienst ein eigenes Passwort
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen


Zwei-Faktor-Authentifizierung: extra Schutz für Ihre Konten

Ein zusätzlicher Schutzmechanismus ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Dabei wird neben dem Passwort eine zweite Sicherheitsstufe abgefragt, z. B. ein Einmalcode oder biometrische Daten. Selbst wenn ein Passwort in falsche Hände gerät, bleibt der Zugang ohne den zweiten Faktor in der Regel geschützt.

Besonders verbreitet sind Einmalcodes per Authenticator-App, SMS oder Push-Benachrichtigung; noch sicherer sind Hardware-Token oder physische Sicherheitsschlüssel. Da viele Online-Dienste 2FA inzwischen standardmäßig anbieten und die Aktivierung meist nur wenige Minuten dauert, empfiehlt es sich, diese Funktion konsequent für alle wichtigen Konten zu nutzen.

Vorteile der 2FA:

  • Schutz bei Passwortdiebstahl
  • Hohe Effektivität
  • Breite Anwendung bei Online-Diensten

WLAN sicher einrichten

Viele Haushalte nutzen noch das voreingestellte Passwort vom Router oder teilen es häufig. Dabei sollten Sie das Standardpasswort unbedingt ändern und ein starkes, individuelles WLAN-Passwort vergeben. Auch der voreingestellte Netzwerkname (SSID) kann angepasst werden, um keine Rückschlüsse auf Gerät oder Anbieter zuzulassen.

Ein Gäste-WLAN schützt private Daten, auch wenn Besucher online gehen. So bleiben Ihre eigenen Geräte und sensiblen Informationen vom restlichen Netzwerk getrennt. Zusätzlich empfiehlt es sich, die aktuelle Verschlüsselung (z. B. WPA3 oder mindestens WPA2) zu aktivieren und regelmäßig Router-Updates durchzuführen.

Tipps:

  • WLAN-Passwort regelmäßig prüfen und ändern
  • Werkseinstellungen anpassen
  • Gäste-WLAN einrichten


Phishing, KI und Fake News erkennen

Betrugsmails setzen auf Druck, Angst oder Belohnungen. Sie sollen Empfängerinnen und Empfänger dazu bringen, schnell zu handeln, ohne die Nachricht kritisch zu prüfen. Typische Beispiele sind: „Mama, ich habe eine neue Nummer“, „Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden“ oder „Ungewöhnliche Abbuchung von Ihrem Konto“. Oft enthalten solche Nachrichten gefälschte Links oder Anhänge, über die Schadsoftware eingeschleust oder Zugangsdaten abgegriffen werden.

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz wirken viele Betrugsversuche heute besonders glaubwürdig – Texte sind professionell formuliert, Stimmen können imitiert und Bilder oder Videos manipuliert werden. Prüfen Sie daher Absenderadressen sorgfältig, klicken Sie nicht unüberlegt auf Links und geben Sie keine sensiblen Daten preis. Im Zweifel hilft eine Rückfrage über einen bekannten, offiziellen Kontaktweg, um Betrug und Fake News frühzeitig zu erkennen.

Wichtig:

  • Keine Links anklicken
  • Keine Daten weitergeben
  • Absender prüfen
  • Im Zweifel direkt beim Anbieter melden

Checklisten für mehr Internetsicherheit herunterladen

Persönlicher Service schafft Vertrauen

Digitale Sicherheit bedeutet nicht nur Technik, sondern auch persönlichen Kontakt. Unsere Mitarbeitenden bei MDCC sind direkt in Magdeburg vor Ort. Sie beraten, erklären Schritt für Schritt und geben praktische Tipps, wie man sicher online unterwegs ist. So können Nutzerinnen und Nutzer selbst aktiv werden und haben immer jemanden, der bei Passwörtern, WLAN oder anderen Themen rund um Cybersicherheit hilft.
Persönlicher Service vor Ort schafft Vertrauen, man weiß: Hier erhält man Unterstützung.

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